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Das angekündigte Ende der Verbrenner-V12: Was tun im Jahr 2026?
13 Mai 2026

Das angekündigte Ende der Verbrenner-V12: Was tun im Jahr 2026?

Ein Jahrhundert lang verkörperte der Saugmotor V12 die absolute Vollendung des hochwertigen Automobilbaus. Zwölf Zylinder in V-Anordnung, seidiger Drehzahlaufbau, unnachahmlicher Klang, patrimoniales Prestige. Vom Ferrari 250 GTO über den Lamborghini Miura bis zum Aston Martin DB5 und dem BMW 7er V12 dieser Motor definierte, was einen außergewöhnlichen Wagen ausmachte.

2026 ist der Verbrenner-V12 in seine letzte Phase eingetreten. Die offiziellen Ankündigungen der Hersteller, die europäischen Euro-7-Abgasnormen und der Übergang zur Elektrifizierung machen das schrittweise Verschwinden des V12 unausweichlich. Nicht schon morgen, aber in einem Zeithorizont von 5 bis 10 Jahren je nach Marke.

Hier die vollständige Bestandsaufnahme, die noch erhältlichen Modelle und die Fragen, die sich jeder Enthusiast 2026 stellt.

Warum der Verbrenner-V12 verschwindet

Mehrere Faktoren wirken zusammen und machen das Überleben des Saugmotor-V12 zunehmend schwierig:

Europäische Euro-7-Abgasnormen (schrittweises Inkrafttreten 2025-2027). CO₂- und Schadstoffgrenzwerte, die deutlich strenger sind als die Euro-6-Normen und für großvolumige Motoren besonders schwer einzuhalten sind.

CAFE-Regulierung (Corporate Average Fuel Economy), die den Herstellern einen durchschnittlichen Emissionswert über ihre gesamte Modellpalette hinweg vorschreibt. Ein Hersteller, der V12 verkauft, muss dies durch besonders emissionsarme Modelle (elektrisch oder hybrid) ausgleichen, was die Gleichung schwierig macht.

Entwicklungs- und Zertifizierungskosten. Einen V12-Motor im Einklang mit den modernen Normen zu halten, kostet hunderte Millionen Euro. Ohne ausreichendes Volumen wird der Return on Investment unmöglich.

Wandel der Nachfrage. Ein Teil der Premium-Kundschaft orientiert sich in Richtung Elektrifizierung (Porsche Taycan, der kommende Lamborghini Lanzador), was den potenziellen Markt für den reinen Verbrenner-V12 verkleinert.

Gesellschaftlicher Druck und Markenimage. Einen Verbrenner-V12 zu erhalten, wird in bestimmten Weltregionen zunehmend zu einer politischen Geste, was viele Hersteller lieber vermeiden möchten.

Der V12 verschwindet nicht aus mangelndem Willen der Marken. Er verschwindet durch regulatorische und wirtschaftliche Arithmetik.

Bestandsaufnahme nach Marke im Jahr 2026

Jeder Premiumhersteller hat seine eigene Richtung beim V12 eingeschlagen. Hier die Landkarte für 2026.

Ferrari: Der Saugmotor-V12 bis auf Weiteres bewahrt

Ferrari ist der Hersteller, der am längsten am reinen Saugmotor-V12 festhält. Die Marke hat ihre Verbundenheit mit diesem emblematischen Motor ausdrücklich erklärt.

Ferrari 12Cilindri (2024 lanciert): 6,5-Liter-Saugmotor-V12, 830 PS bei 9’500 U/min. Nachfolger der 812 Superfast, er beweist, dass Ferrari weiterhin in den Saugmotor-V12 investiert. Keine Hybridisierung, kein Turbo der Saugmotor bleibt erhalten.

Ferrari Daytona SP3 (sehr limitierte Produktion, 599 Exemplare): 6,5-Liter-Saugmotor-V12, 840 PS. Icona-Edition zur Feier des Ferrari-Erbes. Alle Exemplare vergeben.

Ferraris Verpflichtung: Die Marke hat erklärt, den Saugmotor-V12 so lange wie es die Vorschriften erlauben, erhalten zu wollen. Der 12Cilindri könnte die letzte Generation eines rein atmosphärischen Ferrari-V12 sein, auch wenn für die Zukunft nichts bestätigt ist.

Lamborghini: Der V12 hybridisiert, kein reiner Saugmotor mehr

Lamborghini hat den Schritt bereits mit dem Revuelto (2023) vollzogen, dem ersten Plug-in-Hybrid-V12-Lamborghini.

Lamborghini Revuelto : 6,5-Liter-Saugmotor-V12 (erhalten) + 3 Elektromotoren. 1’015 PS kombiniert. Der V12 bleibt bestehen, wird aber nun elektrisch unterstützt.

Lamborghinis Verpflichtung : Die Marke hat bestätigt, dass ihre gesamte Palette ab 2025 hybridisiert sein wird und kein neuer 100% verbrennungsmotorischer V12 mehr entwickelt wird. Der Aventador (Produktion Ende 2022 eingestellt) bleibt der letzte rein atmosphärische V12-Lamborghini.

Aston Martin: Der V12 in limitierter Produktion

Aston Martin hält V12-Motoren in seiner aktuellen Palette, allerdings als limitierte Serien statt in Massenproduktion.

Aston Martin Valour (110 Exemplare, 2023): 5,2-Liter-Biturbo-V12, 715 PS, Schaltgetriebe. Hommage an die historischen manuellen Aston-V12. Alle Exemplare vergeben.

Aston Martin Valiant (sehr limitierte Edition in Zusammenarbeit mit Fernando Alonso): Biturbo-V12, Rennstrecken-Philosophie.

Aston Martins Verpflichtung : aktueller Fokus auf den V12 als limitierte Edition, schrittweiser Übergang der Hauptpalette zu Hybrid-V8 und Elektrifizierung. Die Zukunft der Marke schreibt sich um den V8 und die Elektromobilität.

Rolls-Royce und Bentley: Der V12 bald ersetzt

Rolls-Royce hat die V12-Produktion bei Wraith, Dawn und Phantom Coupé bereits eingestellt. Der elektrische Spectre ersetzt die V12-Modelle schrittweise.

Bentley hat die Produktion des W12 2023 eingestellt (kein strenger V12, aber das Äquivalent in der Bentley-Palette) zugunsten von V8- und Hybridmotoren.

BMW, Mercedes: Der V12 bereits verschwunden

BMW stellte seinen V12 2022 mit dem Ende des M760Li ein. Mercedes stellte seinen V12 2021 ein. Die deutschen V12 gehören inzwischen der Geschichte an.

Die letzten 5 Saugmotor-V12, die 2026 noch produziert werden

Für Liebhaber, die das Erlebnis eines Saugmotor-V12 vor seinem Verschwinden erleben möchten, hier die noch verfügbaren oder kürzlich produzierten Modelle:

  1. Ferrari 12Cilindri (2024) 6,5-Liter-Saugmotor-V12, 830 PS. Produktion läuft.
  2. Ferrari Daytona SP3 (20222024) 6,5-Liter-Saugmotor-V12, 840 PS. Produktion beendet, nur noch auf dem Zweitmarkt.
  3. Aston Martin Valour (2023) 5,2-Liter-Biturbo-V12, 715 PS, manuell. Alle Exemplare vergeben.
  4. Lamborghini Revuelto (2023) 6,5-Liter-Saugmotor-V12 hybridisiert, 1’015 PS kombiniert. Produktion läuft.
  5. Pagani Utopia (2022) 6,0-Liter-Biturbo-V12 von AMG, 864 PS, Schaltgetriebe erhältlich. Produktion läuft, aber ultra-limitiert.

Hinzu kommen gebrauchte, kürzlich produzierte V12 (Aventador, 812 Superfast, DBS Superleggera, Vanquish), die auf dem Zweitmarkt erhältlich sind.

Sollte man einen Verbrenner-V12 kaufen, bevor er verschwindet?

Das ist 2026 die am häufigsten gestellte Frage unter Enthusiasten. Unsere Analyse:

Argument für den Kauf (wertsicherungsorientierte Logik)

Historische V12 haben im Lauf der Zeit stets ihren Wert gehalten oder gesteigert. Ein Ferrari F12berlinetta, ein Lamborghini Aventador SVJ, ein manueller Aston Martin Vanquish werden heute stabil oder steigend bewertet.

Die geplante Verknappung der Verbrenner-V12 könnte diesen Trend in den nächsten 10 Jahren verstärken. Die 2024-2026 produzierten Modelle (12Cilindri, Revuelto, Valour) sind daher ernsthafte Kandidaten für eine Wertsteigerung.

Argument gegen den Kauf (nutzungsorientierte Logik)

Alle wirtschaftlichen Argumente gegen den Besitz eines Supersportwagens gelten hier: anfänglicher Wertverlust, Unterhaltskosten des V12 (Wartungen im Wert mehrerer tausend CHF), hohe Versicherungsprämien, gebundenes Kapital.

Zudem setzt ein wertsicherungsorientierter Kauf voraus, dass man den Wagen lange behält (typischerweise 10+ Jahre), ohne ihn viel zu fahren was das Nutzungsvergnügen erheblich mindert.

Unsere Empfehlung

Für einen wertsicherungsorientierten Sammler mit entsprechenden Mitteln kann der selektive Kauf eines emblematischen V12 (12Cilindri, Revuelto, oder etablierter Gebrauchtmodelle wie 599 GTB, F12berlinetta, Aventador SVJ) sinnvoll sein.

Für einen nutzungsorientierten Enthusiasten, der einfach einen Saugmotor-V12 erleben möchte, bleibt das Auto-Abonnement die rationalste Lösung: das Erlebnis mehrere Monate lang genießen, ohne die vermögensbezogenen Risiken des Besitzes zu tragen.

Das V12-Erlebnis im Abo bei Nuvero erleben

Je nach Verfügbarkeit können mehrere emblematische V12-Modelle in der Nuvero-Flotte verfügbar sein. Dies ist wahrscheinlich der beste Weg im Jahr 2026, um einen Saugmotor-V12 zu erleben: den Wagen einige Monate lang voll genießen, ohne sich auf 10 Jahre Besitz festzulegen.

Und nach dem V12? Die Zukunft der Supersportwagen

Der Saugmotor-V12 verschwindet, aber Supersportwagen verschwinden nicht. Der technologische Wandel bietet mehrere mögliche Zukunftswege:

Plug-in-Hybrid-V8 : die von Ferrari (296 GTB, SF90 Stradale), McLaren (Artura) und Aston Martin (Valhalla) gewählte Formel. Leistung erhalten, Emissionen reduziert, teilweise elektrische Reichweite.

Plug-in-Hybrid-V12 : der von Lamborghini (Revuelto) eingeschlagene Weg. Der V12 bleibt erhalten, wird aber elektrisch unterstützt. Ein Kompromiss zwischen Tradition und Moderne.

100 % elektrische Supersportwagen : Rimac Nevera, Lotus Evija, Pininfarina Battista, Mercedes-AMG EQXX, sowie künftige, von Lamborghini (Lanzador) und Porsche (Mission) angekündigte Modelle. Aussergewöhnliche Leistung (0-100 in unter 2 Sekunden), ein radikal anderes sinnliches Erlebnis.

Wasserstoffverbrennung : ein experimenteller Weg, den Toyota und einige Nischenmarken verfolgen. Noch nicht ausgereift, aber potenziell die echte langfristige Alternative zum Verbrennungsmotor.

Die Zukunft ist wahrscheinlich nicht nur einer dieser Wege, sondern ein Nebeneinander mehrerer Technologien je nach Nutzung und Kundenprofil.

FAQ: Das Ende der Verbrenner-V12

Wann wird der Verbrenner-V12 wirklich verschwinden?

Es gibt kein genaues Datum, aber die Produktion wird sich je nach Marke zwischen 2030 und 2035 schrittweise reduzieren. Ferrari wird wahrscheinlich als Letzter reine Saugmotor-V12 beibehalten.

Gibt es 2026 noch Saugmotor-V12?

Ja der Ferrari 12Cilindri wird noch mit einem Saugmotor-V12 produziert. Der Lamborghini Revuelto behält einen Saugmotor-V12 (hybridisiert).

Klingt ein Hybrid-V12 wie ein reiner V12?

Ja, vom Konzept her, wenn auch mit einigen Nuancen. Der Klang des V12 bleibt erhalten, kann aber je nach Modus punktuell vom elektrischen System moduliert werden. Das Erlebnis bleibt dem eines reinen Saugmotor-V12 sehr nahe.

Sollte man einen V12 vor dem Produktionsende als Investition kaufen?

Möglicherweise, aber mit Umsicht. Emblematische Modelle (Ferrari Daytona SP3, 12Cilindri, Aston Martin Valour) haben ein starkes Wertsteigerungspotenzial. Zugänglichere Modelle sind weniger sicher.

Kann man in der Schweiz täglich einen V12 fahren?

Ja, ohne jede rechtliche Einschränkung. Der hohe Verbrauch (15-25 L/100 km bei normaler Nutzung) bleibt das wichtigste praktische Hindernis. In der Schweiz gibt es bislang keine Umweltzonen (ZFE).

Welche historischen V12 empfehlen sich für einen ersten wertsicherungsorientierten Kauf?

Ferrari 575M Maranello, Ferrari 599 GTB, Lamborghini Murciélago, Aston Martin DB9 oder DBS, Mercedes SLR McLaren : historische V12 mit erschwinglichen Kursen und ausgezeichneter Wertbeständigkeit.

Fazit: Das Ende des V12 ist nicht das Ende des Vergnügens

Das schrittweise Verschwinden des Verbrenner-V12 markiert das Ende einer historischen Epoche des Automobils. Doch es eröffnet auch eine faszinierende Zeit: eine Zeit, in der das Erleben eines Saugmotor-V12 zu einem seltenen und kostbaren Erlebnis wird und in der Hybrid- und dann Elektro-Supersportwagen das mechanische Vergnügen neu definieren.

Mehr denn je ergibt das Auto-Abonnement Sinn: die letzten Verbrenner-V12 einige Monate lang geniessen, ohne sich auf 10 Jahre Besitz einer Technologie am Ende ihres Zyklus festzulegen.

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